Nicole Berset vom Mini Club Luzern hat uns einen Bericht über die Mini Winter Rallye des MCR zukommen lassen. Vom MCB waren mit Alex & Börnie, The Hedigers sowie Markus & André drei Teams vertreten. Los geht's!
Ja, Marina und ich haben es geschafft! Wir haben für die diesjährige Rally eine Startnummer (die Nummer 11) erobert!
Es ging nicht ohne Bemühungen unsererseits, wir haben nämlich ein ganzes Jahr daran gearbeitet. Wir haben ja Ausdauer und es zeigt nur eins, was Bondine will…….. Na ja, ich werde mich jetzt nicht über unsere Bestechungstechnik äussern…
Also, Freitag 04.02.2011 hole ich meine Co-Pilotin-Sorella am Bahnhof Olten ab, bereit für dieses Abenteuer. Dabei habe ich Motorenöl (man weiss ja nie..), Florian Musik und Marcel Musik (man weiss ja nie…) und Schoggi (man weiss ja nie…). Vergessen, aus unerklärbaren Gründen habe ich Sophie (ihr weisst ja, die hübsche Häsin mit Blumenrock und Strohhut). Ich hoffe, dass Fänti mir nicht böse ist. Ich bin mir sowieso nicht sicher ob sie sich von den Strapazen der letztjährigen Rally überhaupt schon erholt hat.
Marina kommt pünktlich an, unser Abenteuer kann beginnen.
Samstag 05.02.2011:Wir sind „nur“ 35 Teams am Start. Warmer Empfang „Salut les filles“. „Bisous“ rechts , „Bisous“ links … Wir fühlen uns wieder sofort in unserem Element.
Der Start beginnt neu in St-Légier. Diese bedeutende Änderung hat das Team Nr. 12 (Vincent/Vincent) schon durcheinander gebracht, was taktisch für uns sehr gut war. Alle anderen Wiederholungstäter waren aber pünktlich da, unter anderem das Team Nr. 30 Hediger/Hediger, das Team welches wir unbedingt besiegen müssen!
Das Wetter ist wunderschön, wir starten mit Sonnenbrille.
Die „Chinesen“ führen uns durch den Kanton Waadt, Fribourg und Wallis. Unglaublich schöne Gegend und malerische Strassen durch kleine Dörfchen. Für Speis und Trank wurde besorgt: zuerst wartet eine Arbeitskollegin von Guy (einer der Organisatoren) auf uns am Strassenrand mit einem Apero (Santé les filles!), dann werden wir im nächsten Dorf angehalten und es werden uns dort feine „Anis-Bretzeln“ offeriert.
Es fehlte nichts bezüglich Unterhaltung! Wir durften sogar die Unterhosen eines Mitglieds aus dem italienisches Team bewundern. Dazu keine weiteren Details….. nicht der Rede wert!
Nur etwas fehlt, der Schnee! Aber macht nix, wir sehen gut aus mit Sonnenbrille!
Zwischen den verschiedenen Kontrollen sollten „les filles“ verschiedene Fragen beantworten. Ja, sollten. Das ist so eine Sache wenn 2 Blondinen sich unterwegs so viel zu berichten haben … es kann schon sein, dass eine Frage vergessen geht…….. Aber was soll‘s, PRIORITÄTEN muss FRAU setzen, oder?
Die Nacht verbringen wir in Bourg St. Pierre. Wie es mehrmals der Fall war, war eine Nachtetappe auf dem Eisfeld des TCS vorgesehen. Da Marina und ich diese Übung schon mehrmals mit Bravour durchgeführt haben und blind beherrschen, und da diese Übung für die Hauptrangierung keinen Einfluss hat und da meine Sorella unter Kopfschmerzen litt (war mein Fahrstil daran schuld?), haben wir uns in unsere Suite mit „Blick auf’s Meer“ zurückgezogen und unseren Whirpool genossen.
Das Nachtessen war sehr fein, was nicht selbstverständlich ist für ungefähr 100 Personen. Am Tisch sassen wir mit dem Team „Hediger/Hediger“ und sind auf ein schreckliches Geständnis seitens der männlichen Hälfte des Teams gestossen.
Der Fahrersitz des Minis mit Startnummer 30 (natürlich hauptsachlich besetzt durch ein männliches Wesen) verfügt über eine Sitzheizung, der Beifahrersitz (ratet mal von wem dieser Sitz hauptsächlich besetzt wird?) nicht… Oh Mann! Oh Andreas! Er bemüht sich, entschuldigt sich … unbeholfen, alleine gegen 3 Frauen. Die Ausrede „ich habe sie gefragt, sie hat nein gesagt….“ Oh Mann, Oh Andreas! Hast du das noch nicht verstanden? Wenn Astrid NEIN sagt, meint sie JA!!! Und überhaupt! Sowas fragt man nicht ….. „Mann“ installiert es einfach und überrascht damit seine bessere Hälfte!
Wir verabschieden uns, schockiert über dieses Geständnis…
Die Nacht war ruhig, sehr ruhig sogar…
Sonntag 06.02.2011: Das erste Fahrzeug startet um 09.00 Uhr. Es sind 3 Fahrzeuge weniger am Start, zum Glück nichts ernstes, nur mechanisches Versagen.
Die Strecke ist wieder wunderschön, wie das Wetter. Trockene, enge Strassen. Mal bergauf, mal bergab. Mal rechts, mal links. Alles läuft nach Plan, sogar alle Fragen sind beantwortet. Wir spekulieren auf einen guten Platz!
Das Ziel befindet sich auf dem Marktplatz von Vevey, am See. Wunderschön, sonnig, der Weisswein wartet schon auf „les filles“….. Alles war bis jetzt perfekt organisiert.
Was weniger angenehm war, war das Mittagessen. Zuerst warten wir 1 Stunde bis zur Getränkebestellung, dann eine Ewigkeit auf das Essen…. Die Stimmung war gereizt, 100 hungrige Mini-Fahrer und Organisatoren…… Es gab noch andere grusselige Details auf die ich jetzt aber verzichte….
Dann .. Preisübergabe! Wir erreichen den 12. Platz von der Gesamtplatzierung, 1. Damen-team! Wir sind zufrieden.
Aber wo sind die Hedigers? Gerade hinter uns, auf Platz 13, das war knapp! Astrid, das ist eindeutig, „la faute aux champignons“!!! Vielleicht würde nächstes Jahr eine Sitzheizung auf dem Beifahrersitz helfen……. Es ist bekannt, wer friert kann sich nicht auf Fragen konzentrieren!
Spass bei Seite, die Winter Mini Rally hat wirklich wieder extrem Spass gemacht. Toll, mit all den sympathischen Teilnehmern starten zu dürfen.
Die Organisatoren sind sich noch nicht einig, wie es nächstes Jahr aussehen wird. Auf der Warteliste waren dieses Jahr 20 Teams … nicht einfach.
Ich sage nur DANKE meiner super-mega-zuverlässigen und immer gute gelaunten Co-Pilotin Marina-Sorella, DANKE den Organisatoren, DANKE den Teilnehmern die das Ganze so lustig und unterhaltsam machen, DANKE an meinen Mini, der die zum Teil sehr schlechten Strassenzustände ohne Schaden durchgehalten hat und DANKE an Sophie die auf mich zu Hause gewartet hat.
Ich hoffe nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen und einen Bericht schreiben zu können.
Nicole





